Klasse statt Masse – Tipps für das Linkbuilding der Zukunft

By | 17. August 2016

Seit den Anfängen des Internets ist das Linkbuilding ein wichtiger Faktor für ein gutes Suchmaschinenranking. Backlinks von anderen Websites sind in den Augen der Suchmaschinen sozusagen eine „Empfehlung“ für die verlinkte Zielseite. Und je mehr Backlinks auf eine Website verweisen, umso höher ist auch ihre Relevanz (und damit auch ihr Suchmaschinenranking) für die entsprechenden Suchanfragen – so die Logik der Algorithmen.

Und trotz aller Algorithmus-Updates, die Google in den vergangenen Jahren durchgeführt hat, ist diese Logik bis heute grundlegend dieselbe geblieben und wird sich aller Voraussicht nach auch in Zukunft nicht wesentlich ändern. Der Linkaufbau bleibt auch weiterhin ein unverzichtbarer Bestandteil jeder guten, langfristig erfolgreichen Online-Marketing-Strategie.

Mit dem Penguin-Update, das Google seit dem 24. April 2012 schrittweise in mehreren Rollouts durchführt und das bis heute immer noch nicht vollständig abgeschlossen ist, wurden die Spielregeln für das Linkbuilding allerdings neu festgelegt. Infolgedessen mussten alle Werbetreibenden in den letzten Jahren und Monaten ihre Linkbuilding-Strategie ändern und den neuen Richtlinien anpassen, um in den natürlichen Suchergebnissen der großen, marktführenden Suchmaschinen auch weiterhin für ihre Zielgruppe sichtbar zu bleiben und um sich im World Wide Web auch morgen noch erfolgreich gegen ihre Konkurrenz behaupten zu können.

Bislang galt vor allem die Linkpopularität einer Website, d.h. die reine Anzahl der auf sie verweisenden Backlinks, als ein wichtiger Ranking-Faktor. Seit dem Jahre 2012 hat Google den Schwerpunkt bei der Bewertung von Backlinks und Linkquellen jedoch von ihrer Quantität auf ihre Qualität verlagert. Mit diesem Schritt will Google die Flut von Link-Spam und qualitativ minderwertigen Websites in seinen organischen Suchergebnissen eindämmen, um seinen Usern nur relevante, hochwertige Websites mit der höchsten Nutzererfahrung garantieren zu können.

Werbetreibende sollten für einen Penguin-freundlichen Linkaufbau also folgendes beachten: in Zukunft zählen Backlinks aus seriösen Linkquellen zu den wichtigsten Ranking-Faktoren. Seriösität bedeutet in diesem Zusammenhang die qualitative Hochwertigkeit, die Autorität und der Trust der verwendeten Linkquellen. Als solche eignen sich vor allem einzigartige, manuell geschriebene und verbraucherfreundliche Artikel, Beiträge und Threads auf themenrelevanten Blogs und Websites und in themenrelevanten Online-Foren und -Magazinen, die dem Leser einen echten informativen Mehrwert und damit eine optimale Nutzererfahrung bieten.

Wer allerdings die Zeichen der Zeit nicht erkannt hat und auch weiterhin minderwertige, unseriöse Linkquellen wie Webkataloge, RSS-Portale und Social Bookmarking-Portale verwendet, der darf sich nicht wundern, wenn er von Google & Co für das massenhafte Generieren von Link-Spam mit einer empfindlichen Herabstufung des eigenen Suchmaschinenranking abgestraft wird.

Aber das ist noch nicht alles, was man beim Linkaufbau berücksichtigen sollte. Mindestens genauso wichtig wie die sorgfältige Auswahl der richtigen Linkquellen ist die Penguin-freundliche Keywordoptimierung der Backlinks. Dies betrifft die Formulierung der Anchor-Texte. Werbetreibende sollten künftig auf eine Überoptimierung ihrer Link-Texte und insbesondere auf die Verwendung von sogenannten „Money Keywords“, d.h. rein kommerziellen Keywords, komplett verzichten.

Spätestens seit dem Jahre 2012 ist ein in den Augen von Google natürlich wirkendes Linkprofil ein weiterer entscheidender Ranking-Faktor. Ein Linkprofil, das nur „Money Keywords“ enthält, sieht für die großen, marktführenden Suchmaschinen alles andere als natürlich sondern nur nach Link-Spam aus und wird auch dementsprechend schlecht bewertet. Daher sollte man sich in Zukunft auf die Verwendung von thematisch relevanten, aber weniger kommerzielleren Anchor-Texten beschränken. Oftmals wirkt es schon natürlich genug, wenn hierfür nur die URL der Zielseite benutzt.

Und last but not least: ein weiteres wichtiges Merkmal eines natürlichen Linkprofils ist ein gesunder Mix aus unterschiedlichen Arten von Backlinks. Webmaster sollten hierbei auf ein ausgewogenes zahlenmäßiges Verhältnis zwischen „dofollow“-Links (2/3) und „nofollow“-Links (1/3) achten.

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